
Vertrauen
7. Mai 2008Die lieben Kleinen-
die ängstlichen Großen ???
Spätestens wenn ein Paar zu Eltern wird, die lieben Kleinen uns um unsere Füße krabbeln, gewinnt alles in unserem Leben ein neues unbekanntes Gesicht.
Mit der Geburt beginnt alles noch ganz harmlos, die Babys so zuckersüß und klein, niedlich anzusehen und leicht händelbar. Ab und an in den Schnabel Nahrung stecken, die vollge….Windeln entsorgen und einfach nur liebhaben und kuscheln. Elternglück pur. Sicherlich, wir sind schon da im 24 Stunden Dauerdienst, durchgemachte Nächte auf ganz andere Art.
Doch das ist nicht das Einzigste was sich verändert…WIR verändern uns. Wir Eltern nehmen unsere Umwelt anders war, setzen andere Prioritäten, kaufen Biogemüse, achten auf naturgefärbte Baumwolle, Spielzeug muss speichelfest sein und erst die Luft…..! Oft ziehen junge Eltern von der Stadt mit ihren Auspuffvergasten Straßen , der besseren Luft wegen, dem rauen Klima entfliehend, eine heile Welt suchend aufs Land. Und da werden sie Groß und Größer, unsere Kinder.
Mit dem Kindergarten ahnen wir bereits welche Kraftanstrengung von uns abverlangt wird, unsere süßen Kleinen in die Welt zu entlassen. Ein paar Stunden von uns getrennt lernen sie Dinge, die wir so nicht haben wollten. Kraftausdrücke und Gesten die uns fremd sind werden ausprobiert und voller Stolz auch dem besuchenden Opa ins Ohr gelegt. Aber dieses harmlose Kinderkram entwickelt sich für uns Eltern erst zu einem richtigen Kampf mit dem Eintritt in die Schule. Der erste Wackelzahn macht uns das ganze erst bewußt….SIE werden noch größer. Die Angst unsere Kinder in diese Leistungsgesellschaft zu entlassen, den Studienplatz im Hinterkopf stolpern wir über unsere Gefühle in die nächste Entwicklung hinein. Grundschulzeit, mit Festen und einem/einer LehrerIN als Ansprechpartner galoppieren wir in die Pubertät, welche uns endgültig erkennen lässt welchen Selbsterfahrungsprozess wir erleben. Wenn wir Eltern bis jetzt noch Nicht alles in Frage gestellt haben ob das alles so richtig war und ist, wie wir das so machen, tuen wir es spätestens dann wenn unsere Sprößlinge die ersten Pickel auf den Nasen tragen. Unser Teenager fährt Achterbahn mit unseren Werten, legt mit traumwandlerischer Sicherheit den Finger auf unseren wundesten Punkt und weist gnadenlos auf jeden Widerspruch zwischen Schein und Sein.
Fehlt uns die Gelassenheit mit der wir dann in unserem Leben diesen Veränderungen entgegen treten sollten, wird diese Zeit mit unseren von herzen gewünschten Kinder, ach was waren die süüüüüß, zu einem nervenzehrenden Kraftakt. Die Veränderungen in unserem Leben, die gelegentliche Aufregung, das Auf und Ab müssen wir mit Humor entgegen treten und es als Bereicherung für unser Leben sehen. Lehren wir unseren Kindern also die Selbstständigkeit sich von uns zu entfernen damit sie uns nahe bleiben, das ist leicht gesagt, die ideale Erziehung gibt es nicht.
Nehmen wir die Herausforderung an, unsere Kinder in die Welt zu entlassen, geben wir ihnen Halt und Sicherheit, vertrauen wir auf ihren Charakter, stärken wir ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Denn eines ist sicher….Unsere Kinder sind sich unserer Liebe sicher, für Ihre Liebe müssen wir sie gehen lassen…jeden Tag von Anfang an ein kleines bisschen mehr.
nehmt euch Zeit und setzt euch einen Moment zu MIR !!


Der letzte Absatz hat mir ein klein wenig Gänsehaut bereitet … wundervoll geschrieben!!
Auch wenn ich keine eigenen Kinder habe, ich denke, ich kann das gut nachvollziehen. Das ist wie mit allen “Dingen”, die man liebt :-)!
Wunderschön geschrieben. Und so wahr. Und es ist schon so, dass man an den Kindern wächst. Man wird mit allen Seiten der Persönlichkeit konfrontiert, die man vorher schön unter Verschluss gehalten hat. Anstrenged. Aufregend. Alles zusammen.
Schön geschrieben! Und wieder mal bin ich froh, dass die lieben Kleinen klein auf die Welt kommen und nicht direkt pubertär!
Ich bin schon gespannt, was da auf uns zukommt, aber ich denke auch, dass es wichtig ist, die Lütten schon früh zu einer altersgemäßen Selbständigkeit zu erziehen, damit sie überhaupt flügge werden können.
Und wir sie loslassen. Jeden Tag ein Stück.
Das hast du schön geschrieben!
Und wenn man mehr als ein Kind hat, dann lernt man auch gaaaanz schnell, wie unterschiedlich sie sind.
Ich dachte beim zweiten Kind, ich hätte schon alles gesehen, Kind ist ja Kind und das weiß ich ja schon alles! Pustebacke! Die Basics sind in groben Zügen gliech (oben vorn kommt das Essen rein, in der Mitte hinten kommt es wieder raus und schlafen tun sie nur, wenn es gerade nicht passt…), aber ansonsten waren die beiden vom ersten Tag an anders!
@alle
Danke für das Lob …
@gedankenkram
Liebe ist der Grundstock all unseres Tun mit Kindern
@Frau Weitergelesen
Ich finde schon die ganz Kleinen haben einen Charakter und den spürt man vom ersten Tag an
@Tanja
oh ja, auf die Pubertät wirst du vorbereiten, aber nur das sie immer näher kommt
@nosupermom
dein Name ist Programm
ich habe drei Kinder und alle sind verschieden, ab und an kommt was, das man kennt, aber dann ist es nur die Situation. Wie ich dann damit umgehe muss jedesmal anders sein, ganz individuell…..
schoen geschrieben … auch wenn ich die Situation selber noch nicht erlebt habe, kann man sich durch deinen Text sehr gut da rein versetzen …
[...] da gibt es viele, diesen hab ich mir von Seele geschrieben. Vielleicht sollte ich meine Männer noch nennen, aber eigentlich [...]