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Mrz
09

Die letzten 3 Monate

Der Countdown läuft unermüdlich

Leonard kommt nach Hause

 

Wir hier Zuhause denken schon an die Rückkehr, planen das große Fest und zählen mit Hilfe von Tickern die Zeit rückwärts.

Dabei findet erst jetzt so richtig die Veränderung statt. Ganz weit weg in Taiwan bei Leonard und ganz nah bei uns hier Zuhause. Unsere Familie verändert sich. Die Rollen werden eine andere.

san-gimignano_img_4452Man sieht und hört nix mehr von IHM. Es geht ihm gut, seitdem der Rückflug gebucht ist hat er keine Zeit mehr mit uns hier Zuhause zu reden. Da wird die Heimat unwichtig. Was er genau  tut in dem fernen Land am Ende der Welt, was er tat in dem vergangen Schuljahr welches noch 92 Tage andauert kann ich euch nicht erzählen.

ER selbst erzählt auf seiner Seite auch nix. Doch so ist das nun mal.

“Keine Nachrichten sind gute Nachrichten!”

Was für ein Leonard kommt wieder? Er wird sich verändert haben, keine Frage. Er wird erwachsener sein, größer sicherlich…ist er auch dicker (scheint ein ungeschriebenes Gesetzt zu sein das Austauschschüler bis zu 10 kg zunehmen)? Wird er sich nun von uns ganz entfernen? Ich habe ein wenig Angst und gleichzeitig freue ich mich riesig meinen Erstgeborenen wieder in die Arme zu nehmen, zu knuddeln, zu schmusen,……. aber er ist sehr unhandlich geworden mit knapp 1,80 und knuddeln wird er sich nur kurz lassen. Doch meinem Mutterherz ist das egal, er ist schließlich mein Baby Sohn! Loslassen gehen lassen, aber auch wiederkommen lassen ist alles nicht so einfach!

Erwartungen sind gesteckt, ja auch ich habe Erwartungen und setze welche, manche unbewusst, manche bewusst! Doch werden diese erfüllt? Wir werden uns darauf vorbereiten, vorbereiten müssen. Es wird eine andere Zeit werden.

Unser Zweiter Sohn kommt erst jetzt in den Genuß des Austauschjahres, auch wenn er sich dessen nicht klar ist. Er vermisst seinen Bruder wohl am allermeisten. Und doch wird er bei seiner Wiederkehr merken was er wieder aufgeben muss. Er wird wieder degradiert….degradiert zum kleineren der großen Brüder. Seine Rolle wird wieder eine Andere werden. Doch hoffe ich das er gerade in den letzten 3 Monaten viel lernt. Ein großer Bruder ist was TOLLES, aber ein großer Bruder braucht kein Podest. Noch steht es irgendwo in Sohnemanns Leben rum, zwar unbenutzt aber es ist noch da, ab und an wird es abgestaubt, doch am liebsten wäre es mir er würde es wegräumen und sich selbst endlich die Chance geben seinem großem Bruder (noch ist er körperlich größer) in die Augen zu schauen. Er kann es , denn Sohnemann ist ein genauso toller Kerl wie sein Bruder! 

Wahrscheinlich mach ich mir viel zu viele unnötige Gedanken, bin egoistisch und jammere den kleinen Kindern hinterher, die mit den süßen Stimmen, mit der zarten Haut den kleinen Händchen die oft meine Hand als Stütze suchten. Meine Stütze brauchen sie beide nicht mehr, nicht Leonard und kaum zu glauben auch nicht der Sohnemann. Na ja, ich pass trotzdem auf das sie schön gerade laufen und nicht runterfallen….

So ist das Leben , so soll es sein!

 


8 Antworten zu „Die letzten 3 Monate“


  1. 25. März 2009 um 10:49

    Wer tröstet mich ein bisschen? :oops:

  2. 25. März 2009 um 13:20

    Ich würde Dir ja was Süßes zur Ablenkung anreichen, aber das gibt sicher Mecker.

    Insofern, 3 Monate gehen auch vorbei.

  3. 25. März 2009 um 18:20

    Die Zeit wird schon noch vergehen. Und wie du sagst, solange man nichts von ihm hört, hat er keine Langeweile sondern genießt das dortige Leben in vollsten Zügen. Das ist doch auch etwas wert.

    Auch wenn ich dir gerne glaube, du wünscht, die Monate würden schneller vergehen. Aber dann hätte er nicht so viel zu erzählen. Immer positiv denken ;)

  4. 25. März 2009 um 19:39

    Er wird verändert nach Hause kommen. Und, ich will dir keine Angst machen, es wird keine einfache Zeit. War es jedenfalls bei uns nicht. Kaum jemals habe ich so viel Geduld beim Töchterlein gebraucht. Alles, aber auch alles war plötzlich schei.. an Deutschland, an Berlin, an den Menschen. Und wenn es nur die ungeheizten Klobrillen, das unmögliche Essen, die unfreundlichen Mitmenschen/Verkäuferinnen waren. Manchmal lag mir ein “dann flieg doch wieder hin” auf der Zunge. Gesagt habe ich es nie. Glücklicherweise hatte uns die Organisation in einem Elternbrief darauf vorbereitet. Man nennt es wohl den Returnee-Schock.
    Als Eltern ist man geduldiger. Andere reagieren mit weniger Verständnis auf die Geschichten aus dem Austauschland. Dann muss man auch noch die Schulter zum “Abheulen” sein, wenns mal “wieder keinen interessiert und die Nachfrage nur oberflächlich gemeint ist.”
    Bald wird auch Leo die Frage “Wie wars in Taiwan?” nicht mehr hören können ;-)

  5. 25. März 2009 um 19:42

    Ich weiß noch genau, wie traurig du warst, als er abreiste. Und nun sind es “nur” noch drei Monate – die werden wie im Fluge vergehen! *tröst*

    ((psst, bitte den Kommentar zuvor löschen (ich probiere rum und lern es nicht mit dem ausloggen!!!!)))

  6. 25. März 2009 um 20:49

    @Rüdiger
    jaja….ich ess einen Schokopudding zur Beruhigung!
    Danke für das Trösten!

    @Hannes
    oh das ist gut…so muss ich das auch betrachten! Think pink!

    @Tonari
    oh ha…da kommt also noch mehr auf uns zu? Ich werde mich wohl überraschen lassen und das nehmen müssen was ich bekomme!
    Ob alles doof sein wird, wird sich zeigen…ich hoffe nur das seine Freunde auch weiterhin zu ihm halten auch wenn er den einen oder anderen Schritt voraus ist! Ist er das überhaupt?

    @Andrea
    jaja……nur noch….mein Großer kommt bald wieder!
    Danke! :lol:

  7. 25. März 2009 um 22:51

    Ist er. Reifer. Selbstsicherer. Du wirst es bemerken. Und er auch.
    Auch alte Freundschaften relativieren sich. Nicht gleich, aber so nach und nach.
    Und zu Hause? Es dauerte bei uns ein Weilchen, aber dann waren zumindest alte Verhaltensmuster wieder da. Zu schön, sich verwöhnen zu lassen ;-)

  8. 26. März 2009 um 06:10

    @Tonari
    Ja das denke ich auch!


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