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Es könnte so einfach sein, dennoch wird es das Ampelsystem bei uns in Deutschland so schnell nicht geben. Nur die Briten sehen beim Einkaufen rot, gelb oder grün. Diese Ampel-Deklaration hilft dem Verbraucher eine gesunde Ernährung zu lernen.

Den Gehalt an Fett, gesättigten Fetten, Zucker und Salz signalisieren die Farben Grün (niedrig), Gelb (mittel) und Rot (hoch). Je weniger rote Punkte im Einkaufswagen landen umso gesünder ist der Einkauf. Kinder würden schon vor dem Schulalter gesunde Lebensmittel von ungesunden zu unterscheiden wissen.
Nur liegt es sicherlich nicht im Interesse der Süßwarenindustrie sich mit der Kennzeichnung ins Aus zu manövrieren. Schade eigentlich das dieses System bei uns wohl keine Zukunft hat, ich hätte die Hoffnung gehabt das die Hersteller sich bei Kennzeichnungspflicht um gesündere Schokolade oder Gummibärchen bemüht hätten.
Wie ich darauf komme? Mir würde ein Ampelsystem so manche Erklärung ersparen, gesund und ungesund würde sichtbar im Einkaufswagen liegen.Und ? Wie würdet ihr die Kennzeichnung mit den Ampelfarben finden?
ehrlich gesagt, habe ich mich da schonmal drüber aufgeregt…
das soll wieder sowas werden, was dem menschen das denken abnimmt. ich gucke, sehe grün und denke nicht weiter drüber nach.
aber mal ehrlich, wozu hat mir der herr denn hirn gegeben?!
ich weiß doch, daß kartoffelchips ungesund sind, und pizza und schokolade und lollies und was weiß ich. zumindest im übermaß. und mein kind weiß das auch, ich rede nämlich mit ihm!
die lebensmittel sind jetzt schon gekennzeichnet, aber ich gebe zu, dafür muß man lesen und zahlen deuten können
außerdem kommt hinzu, daß mit sicherheit ein diätjoghurt mit jeder menge süßstoffen und geschmacksverstärkern einen grünen punkt bekäme, weil er wenig kalorien, fett und zucker enthält. ist er das aber wirklich? ich bin ein großer feind von süßstoffen und fettreduzierten lebensmitteln. das zeugs ist chemisch so verändert, daß es auch ohne die eigentlichen geschmacksträger schmecken soll, das ist in meinen (und denen meines hausarztes) viel ungesünder, als wenn du mit wonne und genuss einen 3,5% fett joghurt mit früchten isst.
ich bin der meinung, alles in maaaaaassen, dann kann man nicht viel verkehrt machen. von funktional food und dieser ampelkennzeichnung halte ich nicht viel. sie würden bei den menschen, denen es mit der heutigen kennzeichnung wurscht ist, auch in zukunft nicht verdeutlichen, dass sie sich ungesund ernähren. oder kennst du jemanden, der aufgehört hat zu rauchen, nur weil da jetzt die lächerlichen klebeschildchen mit auf der packung drauf sind?!
Ich denke es geht da vor allem auch um die Signalwirkung. Wenn da ein oder mehrere rote Punkte drauf sind, stoppt man sich vielleicht eher, als wenn da nur irgendwas draufsteht was man eh nicht liest. Rot heißt nunmal “Stopp” und grün “Leg los”. Daran wird man schon als Kind gewöhnt “Bei rot stehn, bei grün gehn”, etc. Also soooo verkehrt finde ich das nicht, obwohl das natürlich nicht heißt, dass dann überhaupt kein Süßkram mehr gegessen wird. Aber vielleicht überlegt man dann erstmal und entscheidet sich dann doch für etwas Gesünderes. Manchmal weiß man zwar, dass bestimmte Sachen dick machen, aber manchmal schaltet sich das Gehirn da aus, wenn man starkes Verlangen nach Süßem hat. Und da kann so ein dickes rotes Stoppsignal schon helfen, denke ich.
Ich schließe mich eher der Ehefrau an
Jeder hat ein Hirn das er benutzen kann wenn er will … viele sind es aber schon so gewohnt alles abgenommen zu bekommen das sie das nicht mehr tun.
Wahrscheinlich würden wirklich genau die Lebensmittel einen grünen Punkt bekommen die nicht unbedingt gesund sind.
Wir sind nach Jahren der 0,1% Joghurts & 1,5% Milch wieder umgeschwenkt auf 3,5% Joghurt & Milch … und nehmen damit ab. Klar nicht nur deshalb aber ich finde es trotzdem toll das wir jetzt wieder lecker essen und trotzdem abnehmen
Wir haben in der Schule mal so ein Ampelsystem ausprobiert. Kann ich mich noch erinnern. Nur, wer entscheidet das, welcher Punnkt jetzt wo hinauf kommt.
In der heutigen Zeit ist doch alles eine Frage des Geldes und des Einflusses. Also glaube ich persönlich nicht an einen Erfolg dieses Systems. Leider. Also, weiter lesen und nur das kaufen, von dem man selber überzeugt ist.
@ antje:
eigentlich ist es ganz logisch, daß man damit abnimmt.
süßstoffe sind nämlich total gemein. sie schmecken süß, und regen damit den körper zur insulinproduktion an. da aber keine kohlehydrate zur süße mitgeliefert werden, baut das insulin den verbliebenen blutzucker ab, der spiegel sinkt und man bekommt ein heißhungergefühl, obwohl man ja gerade diesen süßstoffjoghurt gegessen hat.
dann stopft man leicht viel zu viel in sich hinein und hat genau das gegenteil bewirkt.
produkte mit süßstoffen sind also bloße hüllen.
bei einem mit zucker gesüßten lebensmittel kann das insulin das soeben verputzte abbauen, dadurch fühlt man sich weiterhin satt und muß nicht zum ausgleich noch was hinterherschieben.
boah, wat bin ich ein klugscheißer…
ich mag sehr gerne cola light, kann sie aber wirklich nur trinken, wenn gerade etwas gegessen habe, sonst krieg ich kurze zeit später ein zuckerloch und mampfe und mampfe und mampfe…
@ehefrau – genau die Rede unserer Homöopathin
Sehr gut erklärt!
Sicherlich sollte man auch so einigermaßen wissen, was gesund ist. Bei einigen Dingen ist es offensichtlich. Aber es gibt doch auch “versteckte” Dinge. Lebensmittel, bei denen die Hersteller alles dafür tun, es gesund erscheinen zu lassen, obwohl es das nicht ist.
Und genau das ist eine Frechheit. Natürlich steht eine Tüte Süßigkeiten überall auf Rot, das weiß man auch so, dazu brauch man die Ampeln nicht. Aber bei einigen anderen Dingen … genauso lachhaft, wie einige Hersteller bei der Angabe der Kalorien umgehen. “pro Portion”, ja, und die Portionen sind dann für einen Babymagen angegeben …
@ hannes:
ja, schon, aber da kann ich die industrie doch auch verstehen! die wollen natürlich ihren krempel loswerden und haben kein interesse daran, sich gleich als mega ungesunde kalorienbombe zu outen!
dennoch sind die portionsgrößen immer auch mit genauen mengenangaben versehen, bei frühstücksflakes zb. 30 g. so, und dann kommt wieder mein durchaus vorhandenes hirn ins spiel. ich wiege jetzt also einmalig 30 g ab und weiß somit ungefähr, wieviel das in einem schüsselchen ist. jetzt kann ich für mich entscheiden, reicht mir das, brauch ich mehr? und kann dann doch ganz leicht ausrechnen, wieviel kalorien ich dann zu mir nehme. es hat den vorteil, daß ich mir bewußt werde, wieviel ich “zuviel” essen würde, und komme vielleicht zu dem schluss, mir das, was mir zum satt werden fehlt, vielleicht doch lieber mit obst aufzufüllen, als mit weiteren gesüßten flakes.
ebenso ist es mit limonade. da steht auf diesen 0,5 l flaschen eines bekannten markenherstellers die kalorienmenge für ein glas, also die halbe flasche. mehr davon ist sowieso ungesund, aber ich finde die berechnung durchaus logisch, ich gieß mir was ein und weiß somit, wenn ich diese menge trinke, habe ich soundsoviele kalorien intus. und wenn ich dennoch meine, die ganze flasche leer trinken zu müssen, muß ich diesen wert eben verdoppeln.
ich möchte grundsätzlich lieber gerne selber denken. man rostet doch total ein, wenn einem alles abgenommen wird…
Also für mich persönlich ist es raltiv egal, da ich selbst immer auf die Inhaltsstoffe kucke…aber allgemein wär das System wirklich praktisch für alle die bisher nicht so drauf geachtet haben. Und für Kinder sicherlich auch sehr lehrreich. Aber war ja klar, Lobbyarbeit zahlt sich ja auch hierzulande recht häufig aus…
sicher habt ihr Recht mit eurer Kritik, aber ich weiß genau, wenn da zu viele rote Punkte drauf wären, ist das eine Extraermahnung und würde mich vielleicht doch vom Kauf abhalten
Ich würde so ein Ampelsystem gut finde, voraussgesetzt es stimmt. In England funktioniert es gut und ich wäre für eine europaweite Reglung.
Mich regt zur Zeit u.a. die Werbung mit der Leberwurst auf, die angeblich ohne Geschmacksverstärker (Glutamat) und Farbstoffe etc. auskommt. Bin natürlich gleich zum Kühlregal um das zu überprüfen. Wie erwartet stimmt es nämlich nicht, die Wurst enthält genauso Glutamat wie die Packung daneben, die nicht das Öko schnick schnak Fresenius-Sigel enthält. Sowas k**z mich richtig an!!! Oben in den Antworten wird vom eigenen Kopf geredet. Wenn ich im Kiga bin und mit den anderen Eltern über das Essen rede, behaupte ich mal ganz frech, dass die wenigsten den zum denken benutzen, denn ansonsten würden nicht bei 1-jährigen Frucht.zwerge, Kno.pers und andere bekannte Süssigkeiten auf dem Frühstücktisch stehen… ein ganz normales Graubrot haben die anderen Kinder nur bei meinem Sohn bisher gesehen.
Ich schließe mich absolut der Ehefrau an!
Nur selber denken macht schlau und ich denke, dass die ganzen schwabbeligen Schackelien-Schantalls, die man mit Colaflasche und Chipstüte nebst locker über den Bund der Hüfthose geschoppten Bauch in unseren Innenstädten sieht, auch eine veritable Verkehrsampel plus beschranktem Bahnübergang nicht vom Kauf dieser Produkte abhalten würde.
Wenn ich mich bewusst ernähre, dann haut mich auch eine gelegentliche Tiefkühllasagne oder ein Big Mac nicht aus meiner Kleidergröße oder treibt meinen Blutdruck in unangemessene Höhen.
Es ist sicherlich Aufklärungsarbeit nötig, aber das Ampelsystem lehne ich ab!
Du hast mich auf eine Idee gebracht: kaufe 50 rote, 50 gelbe und 50 grüne Sternchenaufkleber (oder so) und nehme die Kinder mit einkaufen…
Auf alles, was ich rein lege, können wir schauen: welche Aufkleber kommt darauf? Und eben drauf babschen lassen von den kleinen.
Und kommt ein Kinderwunsch, das ganze eben auch dann wieder: welche Aufkleber kommt drauf?
Setzt einiges voraus: ich muss mich einigermassen auskennen. Ich muss ZEIT mit einplanen… und ich muss gute Nerven haben an diesen Tag(en)…
Aber ich glaub fast, dass machen wir, vielleicht im Mai? Oder gar schon morgen? (Soll bescheidenes Wetter sein morgen…)
Eine tolle Idee!
Fange doch einfach erst mal mit dem jetzigen Vorrat der zu Hause ist an das haben die Ernährungsberater mal in so einer Sendung (Namen vergessen) gemacht – da sah man dann schon ob der Kühlschrank mehr rot oder grün ist
DAS ist eine tolle Idee!
ich glaube, es geht grundsätzlich weniger um das reine wissen, auch bei kindern! zumindest in unserem kindergarten ist es so, daß jedes jahr einmal die gesundheitsamtszahnärztin kommt und bevor sie den kindern in den mund guckt, machen sie ein gespräch über gesunde ernährung. dann kommt auch noch die zahnputzfrau, die mit den kindern zähneputzt, die macht auch ein gespräch über gesunde ernährung.
)
dann gibts das thema sowieso im kindergarten, irgendeine krankenkasse hat die aktion “tigerkids” ins leben gerufen, da geht es das ganze jahr hindurch um gesunde ernährung. und milchschnitten, knoppers und co sind in unserem kindergarten sowieso nicht erlaubt. brot, obst und gemüse, cerealien, mehr darf nicht. (sehr zum leidwesen meines sohnes…
also ich weiß genau, daß unser sohn sehr gut informiert ist über die jeweilige eignung als gesunde mahlzeit oder nicht.
ich glaube, dass das bei sehr vielen menschen so ist. ich denke aber, daß dieses bewußtsein vielleicht ein wenig ins hinterstübchen gerät, und deswegen ist eine untersuchung des eigenen kühlschrankes ein prima sache, um sich selbst bewußt zu werden, wie man sich ernährt. man kann es ja trotzdem verputzen, wenn es einen nicht aus der kleidergröße haut, wie die supermom so nett beschrieb, aber man muss sich dessen bewußt sein, daß man nicht nur grünbepunktete lebensmittel konsumiert!
Antje,
Du hast vermutlich das Projekt machbar gemacht… ja, zu Hause anfangen, das ist es! Dann sind wir alle bereits ein Quentchen aufgeklärter, die Kinder bereits “involviert” bevor wir den Lebensmittelladen mit Aufkleber bewaffnet loslegen!
Danke!
@Alle
uups….
Hab ich hier ein Wespennest getroffen?
Grundsätzlich denke ich das jeder selber denken sollte
und sich wenigstens ein weing auskennen sollte was er da täglich in seinen Mund steckt….selber denken ist schon das ALLERBESTE.!
Leider leider gibt es viele Menschen die haben Probleme mit dem selber denken
Für die wäre es schon eine Hilfe wenigstens
eine kleine Anleitung zu haben “was ist denn nun gesund?”
Schaden würde es nix!
Und vielleicht würde die Nahrungsindustrie darüber nachdenken nicht den größten Schrott als gesund zu verkaufen…light Produkte, Cerealien, Süßmittel etc.
Danke für eure Diskussion und nicht böse sein das ich bei der Vielfalt nicht auf jeden Einzelnen eingehe!
Ich habe in vielen Antworten etwas gelernt und Andrea , deine Idee gefällt mir, die probier ich aus!
Liebe Grüße
Ich mag rot, aber Du magst nicht wirklich wissen, wie ich mich ernähre. Auf meine Girls passe ich aber auf … und morgen fange ich an mit den grünen Sachen.
Ausreichende Kennzeichnung finde ich auf jeden Fall gut, obwohl man irgendwann ein Buch wird lesen müssen, daher ist das mit den Farben sicher hilfreich.
@ehefrau
Des “Tigerkids”-Projekt ist von der AOK – der Kiga in dem meine älteste Tochter ist, nimmt da auch daran teil
Ich frag mich schon geraume Zeit, wer eigentlich gegen die Einführung dieses Systems sein kann. Mc Cain und Co?
Man kann leider nicht davon ausgehen, dass sich alle Leute hinsichtlich des Fettgahlts bzw. des Kaloriengehalts der Waren im klaren sind. Es ist manchmal ja wirklich zum Haare raufen ! Das Resultat dieser Fehlernährungen sehe ich jeden Tag. Leid tun mir nur die Kinder, denn die wissen es (anfangs) nicht besser. Bei Erwachsensn, sorry, habe ich keine Verständnis mehr, denn wenn ich merke, dass ich nun immer dicker werde gibt es nur zwei Entscheidungen : Entweder ich mach so weiter oder ich tu was dagegen. Egal wie man sich entscheidet, keiner außer einmem selbst ist dafür verantwortlich.
Ich weiß wovon ich spreche, denn in meiner Familie (müttlerlicherseits) sind alle viel zu dick. das sind dann die jenigen die mich immer fragen : “Mein Gott bist du krank? Nein so möchte ich nicht aussehen, lieber bin ich ein bisschen kräftiger!”
Dazu muss ich sagen ich wiege 80kg bei 1,80 bin also wirklich nicht dünn.
Mit geht es bei meiner Ablehnung eher um die Verunselbständigung der Menschen. Wenn es für alles ein Ampelsystem, eine Verbots- oder Gebotsliste gibt, dann sind irgendwann sehr viele überfordert, wenn sie eine EIGENE Entscheidung treffen sollen, weil Ihnen ja sonst immer jemand die Entscheidung abgenommen hat oder zumindest den richtigen Weg gewiesen hat. Und so rufen immer mehr Menschen in allen möglichen und unmöglichen Situationen nach dem Staat und bitten ihn, regulierend einzugreifen; auch dort, wo es nicht nötig sein müsste. Oder gehen davon aus, dass alles gut und richtig st, dass nicht explizit verboten oder als falsch gekennzeichnet ist. Ich finde das fatal!
Die Kinder können in der Zeit, in der ihr Essverhalten erstmals geprägt wird, sowieso noch nichts mit dem Ampelsystem anfangen und bekommen ja entsprechende Informationen zum Thema Ernährung im Kindergarten.
Bei beratungsresistenten Erwachsenen hilft auch kein Ampelsystem.
Und die anderen können sich ja den Informationen in allen Medien gar nicht entziehen. Also ist es doch eine bewusste Entscheidung, wie falsch man sich ernährt.
Ich glaube nicht, dass die Einführung des Ampelsystems wirklich zu einer gesünderen Lebensweise beiträgt, aber allein durch seine Existenz doch zu etwas, was ich gerne als Verhausschweinung bezeichne.
…Bei beratungsresistenten Erwachsenen hilft auch kein Ampelsystem.
Da muss ich dir leider Recht geben!