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Eigentlich wollte ich das schon immer tun, doch irgendwie gab es nie den richtigen Zeitpunkt.
Doch nachdem ich in der Zeitung von dem Familienvater gelesen habe der an Leukämie erkannt ist, war gestern der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich habe mich typisieren lassen.
Ich bin nun ein Stammzellenspender!
Bei dem öffentlichen Aufruf, im Kölner Stadtanzeiger wurde Ort und Zeit genannt. Im Krankenhaus wurde ich zunächst gebeten, eine Einverstädniserklärung auszufüllen. Danach nahm mir die nette Ärztin 5 ml Blut ab, genauso wie ich es von einer Blutuntersuchung beim Arzt her kenne. Ein kleiner Picks und schon läuft der kostbare rote Saft ins Röhrchen. Das ist schon alles! Es hat mich kaum Zeit gekostet, aber für den 2fachen Familienvater bedeutet es vielleicht die Chance auf ein zweites Leben. Vielleicht wird mein Blut aber auch in Venezuela gebraucht, oder in China!
Typisieren lassen können sich übrigens alle Menschen zwischen 18 und 55 Jahren. Ihr müsst in guter körperlicher Verfassung sein, mindestens 50 kg schwer und gesund. Ausschlusskriterien ist starkes Übergewicht (BMI 40) sowie bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise chronisches Asthma, Herzkrankheiten, Depressionen, Morbus Basedow, Krebserkrankungen, Hepatitis B oder C, HIV .
Die Registrierung bedeutet für mich erst einmal noch keine bindende Verpflichtung tatsächlich meine Stammzellen zu spenden. Das ich ausgerechnet dem Familienvater helfen könnte, ist sehr unwahrscheinlich aber nicht auszuschließen, möglicherweise kommt es erst in vielen Jahren zu einer Anfrage. Denn meine Typisierung hält ein Leben lang!
Ich habe mich gestellt und bin mir der Aufgabe bewusst wenn es tatsächlich dazu kommen sollte.
Die Bestimmung meiner Gewebemerkmale erfolgt durch ein immungenetisches Labor. Dort wird eine Zahlenkombination aus in der Regel 6 Zahlen ermittelt, die meine genenitschen Gewebemerkmale darstellen. Diese können dann mit dem möglichen späteren Empfänger verglichen werden. Jetzt erstmal werden meine Gewebemerkmale mit dem hiesigen Patienten verglichen und ich hoffe das ganz viele Menschen sich noch Typisieren lassen damit wir Gereon helfen können.
Falls ihr in der Nähe von Köln wohnt und euch eigentlich schon immer mal Typisieren lassen wolltet, dann habt ihr am kommenden Sonntag in Overath oder am kommenden Mittwoch in Bensberg dazu die Gelegenheit!
Wer eine Blutprobe für den an Leukämie erkrankten Gereon Pischel (Foto) abgeben möchte, hat dazu am Sonntag, 26. Juli , wieder Gelegenheit. Das Rote Kreuz nimmt laut Pischel-Schwager Andreas Hoernel an diesem Tag im Walburga-Haus, Parkweg in Overath, zwischen 8.30 und 12.30 Uhr außer regulären Blutspenden auch die gerade mal zwei Fingerhut umfassenden Blutproben an. Weitere Gelegenheit zur Blutprobe besteht am Mittwoch, 29. Juli, im Vinzenz-Pallotti-Hospital, und zwar bis 20 Uhr.
Quelle Kölnische Rundschau online
Ich bin ein Helferlein…..wer noch?
Nachtrag
Über 600 Menschen haben sich am Donnerstag typisieren lassen, eine große Hoffnung kommt auf, nicht nur für Gereon auch für viele andere Menschen denen vielleicht bald geholfen werden kann!
Ich darf leider nicht *seufz* Aber *verneig* – ich finds klasse!!!
Liebe Grüße bigi
Dafür bekommst du Lob pur!
Ich bin bisher nur als Blutspender unterwegs und habe von anderen Möglichkeiten da noch nichts direkt erfahren – ich müsste mich wahrscheinlich nur einmal informieren …
MamS und ich, wir sind beide typisiert — nur leider komme ich wegen diverser Gebrechen leider nicht mehr infrage auch zu spenden! Aber einen Organspendeausweis schleppe ich immer mit mir rum … Könnte ja sein, dass mein Herz gebraucht wird.
Liebe Bonafilia,
das finde ich ganz große Klasse von Dir. Nicht nur, dass Du das tust, sondern vor allem dass Du es hier veröffentlichst und damit auch andere zu einem solch wichtigen Schritt anregst.
Ich selbst spende regelmäßig Blut bzw. Thrombozyten. Da ich die Blutgruppe 0 habe, ist die Spende in den Kliniken sehr beliebt, weil sie so gut wie allen Patienten zur Verfügung gestellt werden kann. Früher galt sie sogar als Universal-Blutgruppe, die man bedenkenlos jedem spenden kann. Heute ist man da weiter und etwas vorsichtiger. – Besonders freut mich, dass mein Blut meist in der Kinderklinik Verwendung findet. Einen Organspenderausweis wie Deine Schwester habe ich natürlich auch, was soll ich auch mit den wertvollen Teilen, wenn ich erst ein aufgestiegener Meister bin
Ich werde bei meinem nächsten Termin in der Uni-Klinik mal nachfragen, ob und wann so eine Typisierung dort möglich ist. Danke für den Hinweis!
Liebe Grüße,
Jürgen
finde ich gut, dass du das gemacht hast. ich hatte auch oft überlegt, aber bisher mit nicht überwinden können … einen Organspendeausweise besitze ich aber! *schlechtesgewissenhab*
@Bigi
och ich denke du tust an anderer Stelle auch viel Gutes
@Hannes
Danke für dein Lob. Beim Blutspenden kannst du dich sicherlich informieren!
@Piri
oh ja den Organspendeausweis hab ich in der tasche und meine Lieben wissen Bescheid…alles zu haben
@Jürgen
Danke..es war für mich klar das ich das hier näher erläutere schließlich bat man mich Werbung zu machen
@Andrea
och dein schlechtes Gewissen kannst du doch loswerden…auch bei dir kommt der richtige Zeitpunkt. Lass es auf dich zukommen!
Liebe Grüße ihr Lieben! ♥
Super, dass du diesen Schritt gemacht hast. Mein voller Respekt. Wie oft denkt man selber daran, und kneift kurz davor wieder.Du hast mir wiedermal den richtigen Schubbs gegeben. Ich habe Blutgruppe 0 negativ, und somit eine “gefragte” Blutgruppe.
Ist bei uns in Linz einmal wieder so eine ähnliche Aktion, verspreche ich hiermit hoch und heilig, dass ich eine Spende in Angriff nehmen werde.
Mal eine blöde Frage: Wo bekommt man den so einen Organspendeausweis her? Gibt es den bei uns in Östereich auch?? Weiss das jemand?
Liebe Nila
so weit ich weiß gibt es bei euch in Östereich eine sogenannte Widerspruchsliste…….in diese musst du dich eintragen wenn du NICHT zustimmst das deine Organe entnommen werden sollen. Ansonsten gilt in Östereich —>”Jeder der für Hirntot geklärt wird dem dürfen die Organe für Spendezwecken entnommen werden”
Mit so einer gefragten Blutgruppe bist du sicherlich auch beliebt bei jedem Blutspendetermin!
Liebe Grüße
Vielen lieben Dank für den werbenden, informativen Artikel. Es kann so schnell gehen, dass man in so eine Situation kommt… vielleicht werde ich von einem der Spender profitieren … es ist noch nicht ganz klar, ob es bei mir zu einer Knochenmarktransplantation kommen muss.
Ich oute mich mal als regelmässige Leserin, in diesen Blog schaue ich ganz besonders gern rein.
nochmals vielen Dank
Ulla
Bin auch typisiert und habe seit langem einen Organspendeausweis, nur ans Blutspenden habe ich mich noch nicht dran gewagt *schäm*.
Ich kann kein Blut sehen und zittere vor jeder kleinsten Blutentnahme
Vielleicht kann ich mich ja irgendwann ja nochmal dazu überwinden – bin ja noch jung *g*
@Momulla
♥ lich willkommen auf meinem Blog, ich freu ich immer wenn meine Artikel manchmal nicht nur unterhalten sondern auch informieren. Diese Sache war mir schonlange eine Herzensangelegenheit.
Ich hoffe für dich das wenn du tatsächlich eine Knochenmarktransplantation benötigst nicht lange auf den passenden Spender warten musst
@Antje
oh fein noch ein Helferlein…das ist sehr schöööööööööön!
Einen schönen Sonntag wünsch ich euch!
Oh, dann ist es bei uns in Österreich leichter Organe zu spenden, da es ohne Spendeausweis auch geht. Solange die Familie einverstanden ist. Und die wissen es schon lange, dass dies mein Wunsch ist.
lg
Nila