30
Okt
09

Die Nachwirkungen …

…des Austauschjahres

haben gar nicht so viel mit mir zu tun. Dieses ewige Rumgezanke mit meinem Großen sind dann doch nur das Dampfablassen an einer Stelle von der er sicher sein kann das sie zu ihm hält. Schließlich liebe ich meinen Sohn!

Das Jahr in Taiwan ist also doch nicht spurlos an ihm vorbei gegangen, so mir nix dir nix sich wieder in seinen Freundeskreis zu integrieren erschien mir von Anfang an etwas zu einfach. Jetzt hat er es ausgespuckt…..sein Freundeskreis ist zwar da für ihn, aber ER kann weniger mit ihnen anfangen. Sie haben andere Vorlieben und Interessen, diesen nachzukommen nur um dabei zusein, dazu zu gehören, war ganz schön anstrengend, sich aber einzugestehen das es so nicht weiter gehen kann ist noch viel schwerer gewesen.

Ich mag seine Freunde von HIER, ich mag auch seine Freunde aus der ganzen Welt, einige waren schon bei uns zu Besuch! Aber ich brauch da keine Meinung zu haben….meine “Großer” der muss glücklich werden und wenn es dann eben heißt Abschied zu nehmen von Freunden aus der Sandkiste, Grundschule….es muss ja nicht für immer sein!

Oh je….jetzt weiß ich erst warum er oftmals so schlecht gelaunt ist und muffelig daher kommt, ohne Respekt, immer auf Krawall aus…ich bin es gar nicht, …na gut fast nicht :twisted:


8 Antworten zu „Die Nachwirkungen …“


  1. 30. Oktober 2009 um 10:59

    O ja, er hat sich weiter entwickelt in andere Richtungen geschaut und andere Horizonte gehabt. Das Jahr war wertvoll (ich habe gerade über dieses Wort philosophiert), das Jahr war wertvoll für ihn, aber auch für seine Freunde – nur eben ganz anders. Sie müssen sich erst einmal wiederfinden …

    Ich drück dich mal ganz sanft (Bonafilia)

  2. 30. Oktober 2009 um 12:11

    Das kann ich nachvollziehen — ich war selber ein Jahr als Austauschschülerin in Amerika, und hinterher war nichts mehr wie es vorher war. Aber… insgesamt… besser, es hat nur eine Weile gedauert, wieder zusammen zu wachsen.

    Schön, dass Dein Sohn diese wunderbare Gelegenheit hatte, ich hoffe, meine Kinder werden so etwas später auch mal machen wollen!

    So long,
    Corinna

  3. 3 Tamar
    30. Oktober 2009 um 14:29

    Das Problem kenne ich auch, aus eigener Erfahrung. Du erlebst so viel in einem Jahr, kommst nach Hause und merkst, dass dir alle fremd geworden sind, weil sie nicht das Gleiche erlebt haben, weil sie nicht gesehen haben, was du gesehen hast, etc. Den Anschluss wieder zu finden, ist nicht so einfach, aber mit wirklich guten Freunden schafft man es meistens wieder.

  4. 30. Oktober 2009 um 16:37

    Dem Töchterlein ging es nach ihrem Japanjahr ähnlich. Allerdings hat sich ein Teil ihres Freundeskreises schon deshalb geändert, weil sie die 11. Klasse nicht übersprungen hat, also quasi eine Jahrgangsstufe tiefer wieder eingestiegen ist.
    Ich drück Deinem Sohn die Daumen, dass er die Kraft findet, sich neu zu orientieren. Und für Dich alle Gelassenheit dieser Welt, mit seinen Stimmungsschwankungen fertig zu werden.

  5. 30. Oktober 2009 um 18:31

    Hm, liebe Bonafilia,
    in einem Jahr tut sich verdammt viel… und gerade in dem Alter, da habe ich damals auch ähnliche Probleme gehabt… Du kannst es ihm nicht abnehmen, aber du kannst für ihn da sein und zuhören, wenn er darüber reden will. Ich red´so groß und weiß doch gar nicht, wie Pubertierende so sind… außer von mir selbst :-)
    Ales Liebe, Elisabeth

  6. 30. Oktober 2009 um 19:50

    @alle
    Ja, sie müssen sich erst wieder finden…nur glaube ich dass das sehr schwer wird für Leonard.
    Heute ist er wieder mit, mit ins Quirls eine JugendMusikkneipe, eigentlich ein schöner Ort wie ich finde, aber mein Sohn möchte da nicht hin, er würde lieber andere Dinge tun. Zusammen Karaoke singen, in einen Pub gehen,zusammen Spieleabende organisieren…Dinge die nicht die Welt kosten. Seine Freunde wollen, müssen immer cool sein und dort hin wo es meist viel kostet…
    Doch er wird sich demnächst mit den andere Austauschschülern aus dem Club treffen, die haben ähnliche Probleme…zusammen haben die Drei ein Erlebnis, und sei es auch in ganz unterschiedlichen Ländern. Und dann gibt es noch die Rotexler, hoffentlich engagiert er sich dort….er hat es auf jeden Fall mal in Betracht gezogen!

    Ich bin da ….für IHN…als Schulter zum Ausheulen und als Prügelknabe ;)

  7. 30. Oktober 2009 um 20:10

    MeInst Du, es hilft ihm, wenn sich unsere Kids mal telefonisch austauschen?

  8. 30. Oktober 2009 um 20:38

    Wenn die Interessen nicht mehr passen und er sich verbiegen müsste, er sich nicht mehr wohl fühlt.. dann ist es besser, wenn er einen Schlussstrich zieht und “neu” anfängt. Ich glaube dein Sohn ist schon sehr erwachsen, wenn er das selbst erkennt und sogar etwas ändern will! Herzlichen Glückwunsch :-)


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