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Wie weit muss eine Mutter gehen und wie weit darf eine Mutter gehen, um ihre Nerven zu schonen, dem Kind eine Richtung zu geben und um das Familienleben halbwegs harmonisch zu halten?

Mein heiß geliebtes Töchterlein  bringt mich und alle anderen Familienmitglieder allabendlich zur Weißglut.

Sie war noch nie ein Kind was gerne viel und lange schlief, bereits als Säugling kam sie mit sehr wenig Schlaf gut aus und erfreute sich lieber hellwach an unserer Welt. Spät ins Bett und früh wieder raus, so war das schon immer, doch meine Nerven und die ihres Vater und ihrer Brüder wurden und werden arg strapaziert. Denn das fröhlich freche spritzige Kind ist immer in Action, mit dem Mundwerk und ihren ganzen Körper…..irgendwann will aber jeder mal seine verdiente Ruhe genießen.

Nicht so mit dem Töchterlein….abends um 21:00 Uhr ins Bett und wenn ich Glück hab mit gut 10x Gebrüll noch aus dem Zimmer kommend schläft das unermüdliche Bündel dann hoffentlich um 22:o0 ein. Seit der WM treibt sie es allerdings zu bunt, schließlich will dieses Fußball fiebrige Kind JEDES Spiel ganz sehen und macht einen entsprechenden Aufstand wenn es ihr , zu recht, verweigert wird. Morgens kommt sie dann nicht aus den Federn geschweige denn in die Puschen und geht seit mehren Tagen ungewaschen, hungrig mit verfilzten Haaren und mürrischen Blick in den Kindergarten. (die Erzieherinnen wissen Bescheid und werden NICHT das Jugendamt wegen Vernachlässigung benachrichtigen)

Eingeführte Rituale, abendliche Kuschelorgien und Lesungen der allerneusten Kindbuchliteratur hat dieses Mädchen im Pipi Langstrumpf Verschnitt gekippt und zu nichte gemacht.

Der ganze Stress, das ewige Gezanke ,MUSS ein Ende haben.

Und so habe ich:

  • ihr Zimmer aufgeräumt
  • alle Spielsachen in Kisten verpackt
  • und in den Keller gestellt
  • den langersehnten Schreibtisch aufgebaut
  • allerdings ohne Stuhl davor.
  • Die reichhaltige CD Sammlung konfisziert
  • und ihr lediglich eine CD zum einschlafen gelassen.

Mein Teufelchen auf meiner rechten Schulter grins breit und tanz freudig mit wehenden Umhang und schwenkenden Dreizack……..das Engelchen auf der linken Schulter jedoch ist sehr traurig das ICH solche Maßnahmen ergriffen habe, denn zum spielen befindet sich in diesem Zimmer nun nichts mehr, lediglich die Bücher hab ich ihr gelassen.

Meine erzieherische Weisheit ist auch nach drei Kindern nicht allwissend und so hoffe ich mit dieser Methode Erfolg zu haben.

Folgendes ist geplant:

  • mit jedem zeitigen, ohne Meckern und Murren, zu Bett gehen
  • darf sich das Töchterlein–> 1 (in Worte EIN) Spielzeug zurück wünschen.
  • Entweder die Pferdesammlung von Schleich
  • oder die Puppen
  • oder die Kuscheltiere
  • oder die Puzzles
  • oder die Spiele
  • oder die  heiß geliebten Malstifte……

Ich bin gespannt was heute Abend passiert, wenn sie sieht was ich gemacht habe……..

Übrigens:

In einem Spielzeug leeren Kinderzimmer hallt es…ich bin echt baff ! :grin: