Arbeiten, um zu leben?
Arbeite ich, um zu leben, oder lebe ich, um zu arbeiten?
Tu ich das, was ich immer tun wollte?
Macht es mir Freude, was ich arbeite, wenigstens zum überwiegenden Teil?
Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Wie wichtig sind mir meine persönlichen Werte ,die ich in meiner Arbeit verwirklichen kann oder möchte?
Hab ich alles im Griff, oder hetzte ich hinter meinem Pensum her? Und warum?
Der heilige Thomas von Aquin sagte, dass es keine Freude am Leben ohne Freude an der Arbeit geben kann. Ich stimme ihm zu! Voll und ganz und doch stelle ich mir diese Fragen!
Arbeite ich um zu leben?….Na klar, sicher… wird jeder sofort sagen, doch leider wird in unserer Gesellschaft der Mensch fast ausschließlich über seine Arbeit und seine Leistung definiert. Neue Bekanntschaften stellt man rasch die Frage nach der Arbeit! oder man bekommt die Frage selbst in den ersten Momenten eines Kennenlernens gestellt. Und mit der Antwort steckt der Mensch sein Gegenüber in die passende Schublade, und selbst verschwindet man in eine solche. Mühsam daraus zu kommen steckt man erst einmal in der Falschen, Ansehen und vermeintliche Intelligenz wird mit dem Job gekoppelt den Mann/Frau gerade ausübt oder auch nicht ausübt.
Die Erfüllung unseres Daseins liegt aber nicht in der Tätigkeit mit der wir unser Lebensunterhalt verdienen. Jeder weiss das doch und dennoch stellen wir die bezahlte Arbeit vor unseren Leistungen die unbezahlt sind. Hausfrauen fühlen sich wertlos, weil ihre Arbeit, die Erziehung der Kinder nicht bezahlt wird. Ein Großteil der Mütter würde sich besser fühlen wenn sie ein Muttergeld bekommen und schon das wenige Erziehungsgeld steigert ihr Selbstwertgefühl. Als anerkannte Arbeit wird nur das zu gelassen, was zu Einkommen oder Karriere führt………
Schnitt….Warum erzähl ich das überhaupt…laber mich hier fest und heule euch was vor?
Mir geht es gut. Nur stinkt es einfach zum Himmel wenn irgend so ein Tüppes Sprüche bringt: “Ach sie sind NUR Hausfrau und arbeiten also NIX!” Ich arbeite NIX? Dusselige Vertreter die sich die Hacken von Hausfrauentür zu Hausfrauentür ablaufen sind doch froh das sie uns Hausfrauen zu Zeiten antreffen an denen andere ihr Einkommen bestreiten, um ihre dämlichen Produkte UNS andrehen zu können. Nicht mit mir.
Der Mann mit dem Dampfreiniger nahm sein Gerät und trottelte recht dämlich zur nächsten Haustür, nur Leider, Leider arbeiten meine lieben Nachbarinnen alle auswärts und wenn die wieder da sind, meine Lieber Vertreter machst du auch Feierabend…Pech , kein Geschäft für dich. Das nächste mal sei etwas freundlicher!
“Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann!”
Loriot