Archiv für die Kategorie ‘Rotary’

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Fußballtraining

5. September 2008

….das Erste, wurde erfolgreich abgeschlossen. Na ja Jayla sag sie könne nicht gut spielen. TJO, wird sie sogar recht haben–>aber HALLO, gestern war ihr erster TAG, den hab ich immer noch vor mir beim Fussballtraining (wird sicher auch so bleiben).

Also die Knie sind nicht verschrammt, alles heile geblieben. Selbst ihre Klamotten waren noch sauber. Ob sie gespielt hat? Sie war ganz begeistert das die anderen Mädels so gut dribbeln konnten und ihr ständig den Ball wieder abnahmen.

Fußballmütter ihr habt mich…Montags und Donnerstag von 17:30 -19:00Uhr.

Übrigens , in Taiwan gibt es keine Fussballplätze, nirgendswo, keine….nur Basketballfelder und das an jeder Hausecke :lol:

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Ein Stück Kultur

3. September 2008

Da habe ich mich lange drum gedrückt, habe mich gewunden und habe manipuliert, hab mich lange Jahre verleugnen lassen um nun doch noch eine von Vielen zu werden. Meine harte Arbeit wird nun zerstört, was habe ich nicht alles getan das Meine nicht dazu gehören. Und das bei Jungs!!!

Gut, so soll es sein. Schließlich ist SIE ja da um unsere Kultur kennenzulernen. Was nicht alles zu unserer Kultur zählt. *kopfschüttel* Weisswurst, Lederhosen, Schlösser, am liebsten Neuschwanstein, Bier und nicht zu vergessen Fussball.

Fussball, elf Freunde sollt ihr sein! Und mindestens 11 Mütter die bei Wind und Wetter doof am Rand stehen und sich  die Füße blöd platt treten, Kuchen backen für irgendwelche Turniere, Fahrdienste übernehmen, reih um Trikots wachsen und dem Sprößling die verletzten Knie salben,  bei Niederlagen die Arme öffnen für die tapferen Kinder, um sie bei Siegen umso mehr zu feiern.

Wie oben bereits erwähnt habe ich mich bislang  tapfer vor diesen Diensten drücken können. Meiner meisterlichen Manipulation ist es zu verdanken, das meine beiden Söhne dem Fussball zwar nicht abgeneigt sind, selbst jedoch niemals die Lust verspürten als Spieler gegen einen Ball zu kicken.

Nun kommt dieses zarte Persönchen aus Asien in mein Haus und bringt meine ganze Mutterphilosophie durcheinander und äußert den Wunsch Fussball zu spielen. Welch ein Schreck mich da durchfuhr ist gar nicht zu beschreiben.  Jetzt haben sie mich also doch, –>die Fussballmütter.

OK OK! Ich bin bereit…..ich werde mich fügen und meine Pflicht erfüllen. Ich werde Trikots waschen, Fahrdienste übernehmen, Kuchen backen und salben was das Zeug hält, ich werde anfeuern und buh rufen, dem Schiedsrichter verfluchen und alles was sonst doch so getan werden muss…als Fussballmutter.

Aber erst einmal muss ich kapieren worum es überhaupt geht, Regeln verstehen und Wissen aufbauen, das ist ein hartes Stückchen Arbeit als eine von EUCH. Doch Jayla freut sich.

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Chinese vs. German

28. August 2008

Die eigene Meinung

Der Unterschied der eigenen Meinung zwischen Chinesen und Deutschen, oder muss ich sagen Europäern? Nein, das wäre vermessen uns mit Franzosen, Italiener und Spanier oder den Briten gleich zu stellen. 

Wir haben also eine Schnur gerade Meinung! und die Chinesen eine mit Umwegen behaftete Meinung?

Die Warteschlange

Links passt doch eher zu den Briten…oder?

Der Sonntag

Oh ja, das ist wahr..in Deutschland sind die Straßen Sonntags leer, es sei denn in der Kirche. Gesehen und gesehen werden, seinen Obulus entrichten und ab nach Hause. In Taiwan ist das ein Tag an dem viel unternommen wird…ein Familientag, vielleicht weil sie in der Woche so lange arbeiten :?:

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Nachricht aus dem Osten

27. August 2008

Gibt es Zufälle?

Jeder sagt jetzt sofort “Na klar!”..ich dagegen weis das nicht so genau, behaupte jetzt spontan einfach: Nein, Zufälle gibt es nicht. Alles hat irgendwie seinen Sinn.

Ein paar Tage vor dem Abflug meines Sohnes kommentierte ich Hier bei Klaus, einem Jounalisten. Und genau dieser Klaus sass dann am vergangenden Freitag mit meinem Sohn und seinen jungen Rotarischen Freunden in der Maschine nach Taipeh…Zufall? Sicherlich Zufall, aber welch ein schöner und wer mag es zu beurteilen ob nicht doch irgendwann einmal genau diese Begegnung einen anderen Sinn bekommt! 

Noch vor dem Abflug machte Klaus ein Foto…Danke :grin: auch von mir, an die 14 Anderen mutigen Jugendlichen: “Viel Spaß und probiert ruhig all das komische Essen, aber fragt erst hinter her was ihr da gegessen habt.”

Hühnerfüße sollen ganz normal wie Huhn schmecken, wenn man erstmal die Krallen aus den Zähnen gepult hat.

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kein Schwein….

23. August 2008

…ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich!

Dabei ist mir gar nicht zum singen! Bin innerlich total aufgeregt und hibbelig, noch kein Anruf von Leonard! :cry:

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CI 061…Germany - Taiwan

22. August 2008

“Leonard”….  ich vermisse ihn schon jetzt!!!

Sein Flugzeug startet um 11:20 in Frankfurt, Ankunft um 6:05 (unsere Zeit 23:05) in Taipei

Komm heil an, mein Schatz…bis bald…ICH LIEBE DICH !!!

seht….–>wohin sich mein Sohn nun auf den Weg macht

美麗島嶼

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Die letzten Tage

17. August 2008

Der Countdown ist schon längst mit 2 Händen abzuzählen. Die letzten Tage in Deutschland fliegen dahin wie Seifenblasen im Wind. Es wird Zeit….es muss nun endlich soweit sein, Leonard soll nun endlich fliegen. Fliegen in sein “bestes Jahr”.

JA, das sage ich, nicht Leonard. Der meint, so scheint es, dass es   noch eine ganze Weile so weiter gehen könne. –>Abschiedspartys, die letzte LAN, coole Gespräche und lange Nächte. Aber ich kann nicht mehr, ICH habe seit Tagen Bauchweh, die Gedanken schwirren wild im Kopf herum……alle Geschenke da?, Klamotten gewaschen?, ist es zu viel zu wenig? 20 kg Gepäck ist nicht viel, was ist unwichtig was kann er vor Ort besser kaufen als mitnehmen?

Die ganze Familie wartet eigentlich nur noch, ein ganz normales Leben ist in diesen Tagen nicht drin. Sicher Jayla ist nun bei uns und auch das bringt erst einmal Unruhe in den Alltag, aber gerade für sie möchte ich nun schnell wieder den geregelten Alltag haben. Denn nur feste Regeln und Rituale werden ihr den familären Halt geben um in einem fremden Land ein Stück zuhause zu finden.

Eine Familienabschiedsparty wollte Leonard nicht. Obwohl von meiner Seite, sprich Geschwister und Mama durchaus gewünscht. Doch nicht ich trete die große Reise an sondern Leonard. Ich habe es akzeptiert. Oma und Opa lassen es sich aber nicht nehmen doch persönlich aus Trier vorbei zu schauen um ihrem ersten Enkel “Tschüß” zu sagen, meinen Geburtstag als Anlass. 

Den im Vorfeld erstandenen Ticker , 146 Tage vorm Abflug, habe ich nach wenigen Tagen wieder abgebaut, auf Wunsch von Leo. Ich werde ihn nun, wenn mein Sohn in der Luft ist wieder aufstellen und den 15.Juli 2009 als fixtives Ankunftsdatum eingeben. 

Doch erst einmal muss nun der 22. August her. Abflug, Abschiedsszenen, Tränen, viele Tränen, bibbern und bangen kommt er heil an, sind die Gasteltern nett, fühlt er sich wohl…aber dazu muss er erst einmal fliegen.

Es wird ZEIT…Zeit zu gehen, damit ich die Tage bis zu seiner Rückkehr zählen kann.

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Das erste Treffen…

16. August 2008

…der Inbounds

Als Inbounds bezeichnet man die Austauschschüler welche hier bei uns in Deutschland zu Gast sind. Die Jugendlichen welche vom Rotary Club ins Ausland entsendet werden nennt man Outbounds…..das als kurze Begriffserklärung vorne weg.

 

Heute war nun das erste Treffen unserer Vier. Unsere Vier?

…Brian aus den USA,

…Juan Diego Aus Ecuador,

….Leilo (wobei ich mir hier nicht sicher bin, aber sein Nickname sagt Jayla, wäre Leilo) aus Mexiko…

….und Jayla aus Taiwan.

Das Ambiente unseres Treffen hatte Stil, der Hebborner Hof lud wie jedes Jahr, im August, zum traditionellen Dressur- und Springturnier ein. Das Turnier ist weit über die Region hinaus bekannt und bietet für die ganze Familie ein interessantes Vergnügen. Mein Töchterlein war hin und weg von den vielen Pferden und fühlte sich im siebten Himmel.

Unter strahlend blauen Himmel kamen sich unsere Inbounds schnell näher, ein Gewusel aus Deutsch und Englisch schwirrte in der Lust umher. Jeder verstand jeden und jeder schien glücklich zu sein. Unsere schüchterne zarte Asiatin prallte auf aufgeschlossene rassige Südamerikaner, sowie auf einen selbstbewussten Amerikaner. Die erste Fete war schnell organisiert, was zufällig auch die Abschiedsparty von einem unserer Outbounds ist–>Paul geht nach Ecuador, so steht dem lustigen aufregenden Jahr nix im Wege.

Erkenntnis des Tages

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.

Guy de Maupassant

 

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Sprachkurs

13. August 2008

…..nach zwei Tagen Sprachkurs und einem Eingangstest wird unsere Gasttochter die Klasse verlassen, …zu GUT…mit ihren Kenntnissen die sie seit Ende Juni sich erarbeitet hat, gehört sie nicht mehr zu den blutigen Anfängern. :lol: Jayla ist wirklich sprachbegabt, sie lernt täglich vieles dazu und verstehen kann sie das meiste. Wenn nicht direkt dann aber schon wenn ich es ihr langsam auf deutsch erkläre, Englisch benutzen wir für ganz Neues oder total harte Fälle. 

Es klappt immer besser und endlich habe ich/wir einen weiteren Spielpartner gefunden. Die schönsten Brettspiele oder Gesellschaftsspiele machen erst zu Dritt richtig Spaß und kommunikativ ist es alle mal!!!

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Erster Schultag

11. August 2008

juhu, Ferien sind vorbei….

ja, ich freue mich.

Alles hat nun wieder einen gefassten Rahmen, jeder seine Zeiten zum Aufstehen und los fahren. Die Aufgaben sind nun wieder stark strukruriert und geben mir den Raum zum Handeln. So bekomme ich  all meine Arbeit gemacht, nix /keiner funkt dazwischen. 

Heute ist auch Jaylas erster Schultag im Carl Duisberginstitut. Sie wird einen vierwöchigen Sprachkurs absolvieren indem sie mit anderen Austauschschüler des Rotary Clubs des Distriktes 1810 zusammen Deutsch lernen wird. Ein aufregender Tag, aber auch endlich der Tag an dem sie die Anderen kennenlernt. Die Anderen, das sind von unserem Gastclub ein Junge aus Ecuador und einer aus Mexiko. Gemeinsam in der Fremde ist man nicht allein und es lernt sich besser. 

Leonard ist ja auch wieder Zuhause , gottseindank ich bin so froh endlich, und wird Jayla an den ersten Tagen auf ihren Busweg begleiten. Sie werden gut eine Stunde mit Bus und Bahn unterwegs sein.  Ich denke wenn sie 2-3x zusammen gefahren sind wird es für Jayla kein Problem sein.

Alltag! Für mich hat dieses Wort nichts schlimmes, ganz im Gegenteil ich verbinde mit Alltag Sicherheit und keine Langeweile oder Eintönigkeit. Mein kleiner gefasster Rahmen leitet mich und gibt Halt im Handeln, doch ich habe genung Freiräume um spontan zu sein. Im Urlaub oder in der Ferienzeit vergesse ich gerne meine Strukturen und lebe so in den Tag hinein, doch manche Dinge bleiben dabei unweigerlich auf der Strecke oder werden unzureichend erledigt. Mein Studium, ein Fernstudium bedarf einer hohen Konzentration um die selbst gesteckten Zeiten des Lernes einzuhalten. Im Alltag wo alle anderen ihre Aufgaben haben fällt es mir dagegen leichter auch meinen Aufgaben nachzukommen.

Motto des Tages

Es ist zweifellos schwierig, seine Trägheit so weit zu überwinden, dass man tatsächlich in die Gänge kommt. Doch wenn man erst einmal begonnen hat, setzt der Prozess Energie frei und ermöglicht es einem weiterzumachen.